Frédéric Hirschi
FARBFELD & LICHT
vom 12. November 2010 - 31. August 2011
im spitzbart_FORUMTREPPE in Oberasbach.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-12 und 14-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr
Der Schweizer Künstler Frédéric Hirschi, 1947 in Bern geboren, arbeitet seit 1996 als freischaffender Künstler und Buchautor. Davor war er - nach einer Ausbildung in Marketing, Kommunikation, Psychologie und Soziologie - zwanzig Jahre als Unternehmensberater und Trendforscher tätig. Als Maler und Objektgestalter ist Frédéric Hirschi Autodidakt; sein Atelier hat er in Zug.
Künstlerisch bewegt sich Frédéric Hirschi in der Tradition der Schweizer Konkreten, mit der Namen wie Max Bill, Camille Graeser und Karl Gerstner verbunden sind. Im Gegensatz zur Abstrakten Kunst, die ihren Ursprung im Gegenständlichen hat, konzentriert sich die Konkrete Kunst von Anbeginn ganz auf den Eigenwert und die Gesetzmäßigkeiten von Form und Farbe. Die Farbe selbst, ihre Materialität und ihre Tonalität, sowie ihr Verhältnis zu benachbarten Farben bilden hier eine betont eigenständige Realität. Im Wechselspiel mit elementaren, vor-wiegend geometrischen Formen schaffen sie die Dynamik des Bildraumes. Die Anordnungen von Linie und Fläche - Reihungen, Verläufe oder Kontraste - dienen dabei als konstruktive Elemente.
Neu bei Frédéric Hirschi ist, dass er Licht als immaterielle Farbe in die Bildfläche mit einbezieht. Das Wechselspiel von absorbierender, gesättigter Pigmentfarbe und transluzenter Lichtfarbe ist für das Auge gewagt und faszinierend zugleich. Innovativ eingesetzt werden hierbei kleinste, äußerst langlebige und energiesparende LED-Leuchten. Diese sind programmierbar und ermöglichen somit ein innerhalb des RotGrünBlau-Farbraumes sanft wechselndes Licht. Das Bild wird zu einer tatsächlichen, lebendigen Lichtquelle, die den Betrachter einlädt, inne zu halten und sich im Spiel der Farben zu verlieren.
In seinen aktuellen Arbeiten setzt der Künstler – neben dem pulsierenden Licht – zusätzlich auch rohe und edle Metalle wie Aluminium, gebürsteten oder gerosteten Stahl und Echtgold in Kontrast zu den großflächigen, gemalten Farbfeldern in Acryltechnik. Auf diese Weise erweitert er nicht nur unseren Farbhorizont, sondern erschließt der Konkreten Kunst auch die lebendige materiale Gegenstandswelt, die in die Moderne schon längst Einzug gehalten hat. Mit seiner subtilen Lust am Spiel und Experiment bricht Frédéric Hirschi bewusst mit der zuweilen apodik-tischen Strenge der traditionellen konkreten Farbflächenmalerei und verlässt ihre Pfade auf neuen gestalterischen Wegen.
In seiner Arbeit verfolgt Frédéric Hirschi einen ganzheitlichen Ansatz, der sich eng auf den Betrachter und seine Wahrnehmung bezieht. Dabei beschäftigt er sich intensiv mit der psycho-logischen Wirkung von Farbe und Licht und bezieht den Wahrnehmungsraum mit ein. Für die Präsentation seiner großformatigen Bildkompositionen im privaten und öffentlichen Bereich schließt er die Gestaltung dieser Lebens- und Arbeitswelten mit ein. Jeder Raum wird durch die Farb-Licht-Gestaltung insgesamt belebt und die Wahrnehmung des Betrachters gesteigert.
Mit diesem Schritt von der 'freien' zur 'angewandten' Gestaltung steht Frédéric Hirschi inmitten gleichgesinnter Künstlerkollegen. Denn viele von Ihnen haben ihre ästhetischen Vorstellungen als Maler und Bildhauer auch als Architekten, Produktgestalter oder Grafiker umgesetzt.
Text © Natali von Kornatzki, München 2010
Mit dieser Ausstellung begibt sich das Spitzbart_FORUMTREPPE bewusst auf das Terrain von Kunst und Design, also von freier und angewandter Gestaltung.
![]()
Heidestr. 1, 90522 Oberasbach bei Nürnberg,
Tel. 0911-9699256
info@spitzbart.de, www.spitzbart.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-12 und 14-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr
