Iris Hutegger

Iris Hutegger ist 1964 in der Steiermark geboren, 1990 ist sie in die Schweiz gezogen, wo sie in Basel lebt und arbeitet. Als Spätberufene hat sie ab 2001 die Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel besucht. Seit 2004 trat sie als „raumzeichnende Bildhauerin“ mit verschiedenen Projekten an die Öffentlichkeit. Während ihres Aufenthalts in Tuscon/Arizona 2007 stellte sie dort aus und drehte für den Weblog der documenta 2007 das Video ‚Potatoes are sold in sacks’.
Mit feinen Fadengestalten, wie Stühlen und Treppen, sowie Hallen füllende Verspannungen inszeniert sie Räume, die den Betrachter zur Begehung anregen. Insbesondere Fotografien, die durch die Wandlung in schwarz-weiß eine Läuterung erfahren, dann genäht und anderweitig bearbeitet werden, thematisieren den Begriff der Heimat und die Verortung menschlicher Sehnsucht. Iris Hutegger sagt: „In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit dem Raum und dessen Wahrnehmung. Mit verschiedenen Materialien zeichne ich im Raum begehbare Bilder. Die Leerräume dieser Zeichnungen sind dabei ebenso wichtig wie die Zeichnungen selbst. Das Spiel mit den Kontrasten, von anwesend/abwesend, Verortung/Entortung, Substanz/Leere, dieses Spiel steht im Zentrum meiner Auseinandersetzung. Abwesenheit erzeugt Leeraum – Leerraum erzeugt Abwesenheit? Mich interessieren Leerräume, sie werden zu Reflexionsflächen für den Betrachter.“
In Oberasbach hat sie in einer Ecke mit schwarzen Fäden eine Treppe gezeichnet, die sich aus zweidimensionalen Wandflächen zu einer Treppenplastik entwickelt. In einer Bodensenke verliert sich unter Sandflächen eine weitere Treppe im rätselhaften Untergrund. Auch an dieser konzentriert wie filigranen Arbeit ist Huteggers Suche nach dem Raum zu spüren, in dem der Betrachter mit seinen Gedanken und Gefühlen Identifikation und Heimat erfährt.
 

Arbeiten

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Veranstaltungen

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