In Kooperation mit dem Architekturbüro MEYER-GROHBRUEGGE realisiert spitzbart treppen eine Faltwerktreppe mit ovalem Grundriss und geländerhoher Wange. Dabei nimmt die begehbare Skulptur aus unbehandeltem Stahl in jeder Etage eine ganz eigene Verbindung zu ihrer Umgebung auf – drinnen wie draußen.
„Eigentlich war klar: Die Treppe wird lackiert“, erinnern sich Jenny Kurth und Hannah Kosharna aus dem Architekturbüro MEYER-GROHBRUEGGE. Ein gedecktes Grau-Blau, aber auch Erdtöne und sogar Lachsfarben standen hierfür zur Wahl. Die Entscheidung der Bauherren für die Farbe der Treppe fiel mit ihrem Einbau: sie bleibt wie sie ist. Stahl pur. Mit allen sichtbaren Schweißnähten. „Der raue, industrielle Charakter hat den Bauherrn gut gefallen,“ so Kurth. Er passt perfekt zu ihrem gestalterischen Anspruch, eine Vermittlung der jeweiligen Geschosse mit ihrem räumlichen Umfeld herzustellen. Und an die Ästhetik der Treppe, die sich vom unten liegenden Gartengeschoss ins oben liegende Zugangsgeschoss windet. Denn das Wochenend- und Ferienhaus wurde in einen Fels hinein gebaut. Oder besser: es steht auf Erz im Erzgebirge.
Eine ovale Treppe als zentrales Gestaltungselement
Die Verbindung der beiden Ebenen wurde von Anfang an als Treppenskulptur gedacht. Ihre zentrale Position im darunterliegenden Wohnbereich verlieh ihr von Beginn an eine prägende Rolle im Raumgefüge. Wie eine Art `Herz des Hauses`, um das sich die Zimmer herum anordnen. „Hierfür wollten wir eine großzügige Treppe schaffen, so breit wie möglich,“ erinnert sich Kosharna. Daraus ergab sich fast zwangsläufig der ovale Grundriss. Und das Material der Treppe: Stahl. Denn Stahl bietet durch seine hohe Festigkeit die Möglichkeit, sehr filigrane Treppen umzusetzen. Nur mit Stahl ließen sich ein Außenradius von 1135 mm, ein Treppenauge von 230 mm und eine Laufbreite von 100 cm realisieren. Und eine hauchdünne geländerhohe Wange mit innenliegendem Handlauf, die der Treppe ihren skulpturalen Charakter verleiht, der sich im unteren Geschoss eindrucksvoll entfaltet.
Jedes Geschoss hat seine eigene Atmosphäre
Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der Blick von unten auf die Treppe richtet das Auge des Betrachters zum einen auf das Faltwerk. Zum anderen auf das Material und seine „Macken“ in den geländerhohen, gelaserte Stahlglattblechtafeln, die durch die Schweißverbindungen entstehen. Und die die Bauherrn genauso wie sie waren belassen wollten. „Diese raue Materialität stellt nach draußen eine Verbindung zu den rauen Felsen her, auf denen das Untergeschoss direkt gebaut. Und nach drinnen zum Bodenbelag mit Steinanteil“, erklären die Architektinnen. Zudem spielt das Raumdesign mit Metall in unterschiedlicher Ausführung: Rau und ursprünglich in der Treppe selbst. Glänzend und leicht reflektierend in der gegenüberliegenden Aluminiumwand. Und auch der markante Kamin greift die farbliche Optik und Materialität der Treppe auf.
Ganz anders im Zugangsgeschoss: Hier bilden die geländerhohen Stahlbleche an den Treppenlochkanten einen starken Kontrast zu den feingeschliffenen Böden, Wänden, Türen und Decken aus hellem Holz. Holz als Hommage an den dichten Wald, der sich direkt vor der Haustür erstreckt und als natürliche Materialität im Innenraum weitergeführt wird.
Holz und Metall wurden für den Brandschutz entkoppelt
Genau dieses Holz wurde zur Herausforderung für die Installation der Treppe: Um die brandschutztechnischen Anforderungen zu erfüllen, mussten Holz und Metall entkoppelt werden. Die Kontaktpunkte an der Holzdecke wurden dazu mit rund 1,8 cm starken, feuerbeständigen Platten verkleidet.
Bequem zu laufen für Groß, Klein und Hund
Dass die Treppe allen brandschutztechnischen und gestalterischen Ansprüchen gerecht wird und dabei bequem zu laufen ist, „… dafür haben die Spitzbarts ganz selbstverständlich gesorgt“, so Kosharna. So haben die erfahrenen Stahltreppenbauer nicht nur die Statik gesichert und aussagekräftige Zeichnungen vorbereitet: Die Winkel der radial angeordneten Stufen wurden so gewählt, dass sich die Treppe intuitiv und ergonomisch begehen lässt. So erlebt man auf dem Weg nach oben oder nach unten durch den Blick aus den großzügigen Fenstern bewusst ein besonderes Haus in besonderer Lage: direkt am Waldrand, eingebettet in die weitläufige und ursprüngliche Landschaft des Erzgebirges.
Vom Entwurf zur spürbar bequemen Umsetzung
Das Projekt steht exemplarisch für die Kompetenz von spitzbart treppen bei einzigartigen Treppenlösungen mit hohem ästhetischem und ganzheitlichen Anspruch – von der technischen Planung über die werkseitige Fertigung bis zur präzisen Montage vor Ort.
Sie planen eine individuelle Treppenlösung aus Stahl? Gerne unterstützen wir Sie von der technischen Konzeption bis zur präzisen Umsetzung.
Informationen zum Projekt:
Ehemalige Nagelfabrik Rübenau
Umbau zu Freienhaus
Projektgröße: ca. 850 qm
Architektur: Büro MEYER-GROHBRUEGGE
Johanna Meyer-Grohbrügge, Jennifer Kurth, Hanna Kosharna
Landschaftsarchitektur: Gehrhardt Landschaft, Chemnitz, München
Statik: RJP, Prof. Rühle, Jentzsch und Partner GmbH, Dresden
Brandschutz: RJP, Prof. Rühle, Jentzsch und Partner GmbH, Dresden
TGA: IB Hoffmann, Ingenieurbüro Hoffmann GmbH, Dresden
Bauphysik: iBN ingenieurbüro Nitzschke, Dresden
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